Dieser Beitrag wurde am 2. Februar 2018 das letzte Mal aktualisiert.

Zom ist ein kostenloser, auf Benutzerfreundlichkeit getrimmter Messenger für iOS und Android. Laut Are we OMEMO yet? ist auch er nun OMEMO-fähig. Wir haben die aktuelle Android-Version aus Google Play getestet und können bestätigen, dass OMEMO-verschlüsselte Nachrichten, Bilder, Videos und Sprachnachrichten ausgetauscht werden können. Damit gesellt sich zu Conversations (Android) und ChatSecure (iOS) ein weiterer mobiler OMEMO-fähiger XMPP-Client. Ganz abgeschlossen ist die Entwicklung allerdings noch nicht. Die Umsetzung verschlüsselter Gruppenchats steht laut Github als nächstes an.

Was uns an Zom gefällt:
Es ist kinderleicht. Nach der Installation, könnt ihr ein Konto erstellen, indem ihr einfach nur euren gewünschten Nutzernamen eingebt. Die App legt dann im Hintergrund ein Konto auf dem Haus-eigenen XMPP-Server (zom.im) an und erstellt ein 12 Zeichen langes Passwort, bestehend aus Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung). Es ist aber auch möglich ein bestehendes XMPP-Konto zu verwenden.

Was uns nicht gefällt:
Zom haben wir insgeheim als Messenger für die breite Masse angesehen, da vor allem Usability im Vordergrund steht. Das alleine reicht natürlich nicht. Neben der einfachen Einrichtung und Nutzung sollte der Spaß nicht zu kurz kommen. Emojis und bunte Sticker sind da nur einige Möglichkeiten Wechselunwillige zu überzeugen. Leider versagen hier praktisch alle XMPP-Clients — auch Zom.

Zom bringt zwar Sticker mit, aber leider vergleichsweise wenige und davon sind noch weniger tatsächlich ansprechend. Außerdem können die Sticker nur auf Clients angezeigt werden, die sie ebenfalls unterstützen. Emojis sind wie in Conversations keine enthalten. Der Workaround über die alternative Tastatur und das Installieren einer anderen Emoji-Palette klappt aber auch hier — benutzerfreundlich ist das allerdings nicht.