Pünktlich zum neuen Schuljahr bringt die Electronic Frontier Foundation (EFF) Privatsphäre-Tipps für Lehrer. Die sollen ihren Schülern grundlegendes Wissen über Privatsphäre und Sicherheit vermitteln — das ist auch dringend notwendig.

Mit dem breiten Einsatz von Bildungstechnologien wie dem Chromebook von Google in amerikanischen Schulen besteht die Gefahr, dass bereits Schulkinder gläsern werden. Lehrer sind keine IT-Spezialisten und sollten sich daher weiterbilden, um die Sensibilität des Themas zu begreifen und später Schüler sowie Eltern aufzuklären. Deren Einverständnis sollte nämlich eingeholt werden, bevor ihr Kind bei Diensten angemeldet wird.

Auch in Deutschland besteht dringend Handlungsbedarf, denn selbst viele Erwachsene scheitern an grundlegenden Fragen, wie:
Was ist Privatsphäre und warum ist sie auch online wichtig?
Wie schütze ich meine Daten und Accounts?
Wie erstellt ich ein sicheres Passwort?

Es ist an der Zeit, dass der verantwortliche Umgang mit Informationstechnologien auf die Lehrpläne kommt, damit die nächste Generation diese Fragen sicher beantworten kann.

Noch haben wir die Digitalisierung der Klassenzimmer verschlafen, aber das ist vielleicht auch eine Chance. Die USA machen uns vor, wie wir es nicht machen sollten. Sobald auch hierzulande ein Markt für Bildungstechnologie entsteht, werden wir vor der Frage stehen, ob wir unsere Kinder den Datenkraken überlassen wollen — oder bereits eine bessere Alternative parat haben.